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Grundsätzlich gilt, die Anordnung vieler Fugen (kleineres
Plattenformat) führt zu geringerer Bewegung in den Fugen, die
Anordnung weniger Fugen (größeres Plattenformat) führt
zu größerer Bewegung in den Fugen, da
AMROC-PANELE, wie jeder Holzwerkstoff, bei Feuchteänderung
ein Dehn-, Schwindverhalten aufweisen.
Diese Bewegungen müssen an der Befestigung bzw. in der Fuge
aufgefangen werden. In der Anwendung über die Zeit ist eine
Tendenz zum Schwinden zu verzeichnen, dem ist insbesondere bei der
Ausführung geschlossener Fugen Rechnung zu tragen, damit eine
Rissbildung in der Fugenmasse vermieden wird.
AMROC-PANELE werden mit einer
Plattenfeuchte von 9% ± 3
, ab Werk ausgeliefert.
Vor dem Einbau sind die Platten so zu lagern, dass von außen
keine Feuchtigkeitsaufnahme eintritt, die zu einer Überschreitung
dieser Werte führt.
Die Breite einer geschlossenen, sichtbaren Dehnungsfuge (bei rechtwinkligen
Schnittkanten ) soll 10 mm betragen, damit zum Auffangen der Plattenbewegungen
ausreichend dauerelastische Fugenmasse aufgenommen werden kann.
Zu beachten ist, dass sich die Fugenmasse nicht mit der Unterkonstruktion
verbindet, sondern nur mit den Schnittkanten der Platten, um die
Elastizität der Fugenmasse nicht einzuschränken. Eine
in der Praxis häufig angewandte Lösung zur Aufnahme der
Fugenmasse sind gefaste Schnittkanten, bei denen 50% - 70% (bezogen
auf die Plattendicke) als Fase ausgebildet sind.
Die Fugenbreite im hinteren, stumpfen Teil ist hier mit 5mm ausreichend.
Die Ausführung mit angefasten Schnittkanten bei unverschlossener,
sichtbarer Fuge kann auch optisch sehr wirkungsvoll sein.
Die technisch einfachste und sicherste Lösung stellt (da, wo
der optische Gesamteindruck einer Fassade dies zulässt) immer
die unverschlossene, sichtbare Dehnungsfuge dar. Die Abdichtung
der Unterkonstruktion ist zu beachten.
Eine Fugenbreite von 5mm ist technisch ausreichend, empfohlen werden
werden aus Gründen der Montage aber 10 mm.
Ästhetische Gründe im Gesamteindruck bzw. die Verwendung
von Profilen können jedoch eine größere Fugenbreite
erfordern.
Für das Verschließen von Dehnungsfugen sind dauerelastische,
alkalibeständige Fugenmassen zu verwenden.
Anwendung in Trockenräumen
Geeignet sind Einkomponenten-Dispersions-Acrylmassen mit einer
zulässigen Gesamtverformung von 20%.
Anwendung bei Fassaden und in Feuchträumen
Geeignet sind Einkomponenten - Silikon- oder Polyurethanmassen
mit einer zulässigen Gesamtverformung von 25%.
Spachtelmassen
Empfohlen wird die Verwendung von
Kunstharz-Dispersions-Spachtelmassen für kleinflächige Ausgleichsanwendungen.
Bei allen Anwendungen sind stets die Richtlinien der Hersteller
zu beachten.
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